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Immer noch schlimmer?

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Die ukrainischen Machthaber glauben es nicht mehr nötig zu haben, sich ein „freiheitlich-demokratisches,“ ein „rechtsstaatliches“ Mäntelchen umhängen zu müssen:

Oberleutnant Marian Rak hatte im März nach zahlreichen Zeugenaussagen in völlig betrunkenem Zustand mit einem Schützenpanzer ein kleines Mädchen getötet sowie dessen Mutter mit ihrem Neugeborenen schwer verletzt. Nach dem Vorfall beging er Fahrerflucht. Nun zeichnete der ukrainische Präsident Petro Poroschenko den Offizier mit einer Ehrenmedaille für „hervorragende Führung, Organisationsfähigkeit und Durchhaltevermögen, die zum entscheidenden Sieg in der Schlacht beitrugen“, aus. Weiterlesen

Damit wir nicht denken, dass wäre ein Einzelfall, ein „Ausrutscher“ sozusagen, erfahren wir von Hungerblockaden und permanentem Beschuss:

Es war eine Routinemeldung, die das Kiewer Portal ukrainskaja pravda am vergangenen Wochenende brachte. Der Geheimdienst SBU vermeldete mit Genugtuung, was am Freitag alles an für die Volksrepubliken bestimmter Schmuggelware beschlagnahmt worden sei: »1,5 Tonnen Fisch, eine Tonne Fleisch, 1,6 Tonnen Trockenobst, 1,4 Tonnen Süßwaren, vier Tonnen Käse und 9,8 Tonnen Zucker«. Die Überschrift lautete: »20 Tonnen Lebensmittel für die Terroristen aufgehalten«. Dass im Donbass nach wie vor an die drei Millionen Menschen leben, von denen vielleicht 30.000 in der Volkswehr kämpfen – also ein Prozent – blieb unerwähnt. Die Schmuggler haben ein Verfahren wegen Terrorismus zu erwarten.

Die Sache hat System. Die Regierung hat am Mittwoch angekündigt, künftig alle Waren, die ins frontnahe Gebiet transportiert werden, zugunsten der Staatskasse zu enteignen…

… Die Hungerblockade gegen den Donbass ergänzt die ukrainische Armee durch allnächtlichen Beschuss frontnaher Ortschaften….

… Die OSZE berichtete am Dienstag, dass sie mit dem Versuch gescheitert sei, eine örtliche Waffenruhe für die Reparatur einer für die Wasserversorgung von Gorlowka wichtigen Pumpstation zu vermitteln….

Denn die ukrainische Führung will den offenen Krieg (ebenda):

Am Dienstag wurde ein Treffen der sogenannten Kontaktgruppe zur Umsetzung von Minsk-2 ergebnislos abgebrochen, nachdem die ukrainische Seite den Verhandlungstisch verlassen hatte. Es sollte um den Rückzug der schweren Waffen von der Frontlinie gehen. Während die Volkswehren diesen Punkt im wesentlichen umgesetzt haben, findet die Kiewer Seite immer neue Argumente, ihre Waffen in Frontnähe zu halten oder sie – dies berichtet jedenfalls die Lugansker Volkswehr – sogar zu verstärken. Die gespannte Situation im Donbass veranlasste das amerikanische Analyseportal Stratfor, von einer verstärkten Gefahr größerer Kampfhandlungen in der Ostukraine zu schreiben.

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1 Kommentar

  1. […] “Regime-Change” der Ukraine, sich zu einem atomaren (Welt-) Krieg zu entwickeln (siehe hier und hier). Das wäre ja auch eine Lösung des […]

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