Startseite » 2015 » März

Archiv für den Monat März 2015

Zur Friedman-Rede

Auf politonline.ch findet sich ein bemerkenswerter Artikel zur Friedman-Rede vr dem Chicago Council on Global Affairs:

„Durch die Rede Friedmans erhält man einen seltenen Einblick in die Kulissen der amerikanischen Außenpolitik. Der Vortrag wurde im Internet veröffentlicht, aber bisher nur von etwa 10.000 Menschen gesehen. Dabei wären die darin enthaltenen Informationen für alle Menschen auf diesem Planeten von allerhöchstem Belang. Denn was Friedman sagt, hat es in sich und würde als »Verschwörungstheorie« gelten, behauptete irgendein investigativer Journalist dasselbe. Friedman deckt die US-Strategie auf: »Die USA hat ein fundamentales Interesse: Sie kontrolliert alle Ozeane dieser Welt. Keine Macht hat das jemals getan. Deshalb marschieren wir bei Völkern ein, aber sie können nicht bei uns einmarschieren. Das ist eine sehr schöne Sache. Die Kontrolle über die Ozeane und das Weltall zu behalten, ist das Fundament unserer Macht.“

Der Beitrag kommentiert auch ein Interview von „Kommersant“ mit Friedman, der dabei u.a. ausführte:

„…bezüglich der Vorgänge in der Ukraine: »In der Tat war das der unverhüllteste Staatsstreich in der Geschichte.«“

Einfach mal im Original nachlesen!

Advertisements

Konzentration auf die Arbeit gegen Krieg und Miliär!

AKL M-V

Unter dieser Betreffzeile „Konzentration auf die Arbeit gegen Krieg und Militär!“ erhielt ich heute eine Email mit folgendem knappen Text:

Beschluss der BundessprecherInnenkreises der DFG-VK am 19. März 2015.

"Die DFG-VK zieht ihre Unterstützung des 'Friedenswinters' zurück."

Keine Erklärung. Auch nicht auf der Webseite des DFG-VK trotz einiger weniger mehr Worte (fehlen die [überzeugenden] Argumente?):

Nach einer Auswertung der seit einer Aktionskonferenz im Herbst 2014 laufenden Aktion gemeinsam mit Aktiven aus den sogenannten „Mahnwachen für den Frieden“, hat der BundessprecherInnenkreis der DFG-VK unter Einbeziehung jüngster Ereignisse am 19.03.2015 folgenden Beschluss gefasst:

„Die DFG-VK zieht ihre Unterstützung des ‚Friedenswinters‘ zurück.“

Unterschrieben ist die Mail von Monty Schädel, dem Politischen Geschäftsführer der DFG-VK.

Während die Kriegstreiber ihre Aktivitäten intensivieren, lassen sich die Friedenswilligen zerlegen oder zerlegen sich selbst.

In der „jungen Welt“ vom 18.3.15 gibt es zur Zerstrittenheit der Friedenswilligen sehr gute Sätze von Reiner Braun (er ist Sprecher des…

Ursprünglichen Post anzeigen 434 weitere Wörter

Die amerikanischen Interessen

Auf einer Veranstaltung des „ChicagoCouncil of Global Affairs“ am 4.2.2015 sprach George Friedman Klartext. Den sollte man vollständig nachvollziehen, vom Eingangsstatement („Kein Ort kann auf Dauer friedlich bleiben“) bis hin zu den Schlusssätzen. Nachstehend nur einige Auszüge zum Ukraine-Aspekt:

Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krreg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil, vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.Und die Vereinigten Staaten liefern baltischen Staaten Waffen, Artillerie und andere Militärausrüstung – in die baltischen Staaten, Rumänien, Polen und Bulgarien – das ist ein sehr interessanter Punkt. Und gestern haben die Vereinigten Staaten angekündigt, dass sie vorhanben, die Waffen in die Ukraine zu liefern. Das wurde dementiert, aber sie tun das, die Waffen werden geliefert.

Und bei allen diesen Handlungen agieren die Vereinigten Staaten außerhalb der NATO. Weil die NATO-Entscheidungen von allen NATO-Mitgliedern einstimmig getroffen werden müssen.

Die Frage, die jetzt für die Russen auf dem Tisch ist, ist, ob man die Ukraine als eine Pufferzone zwischen Russland und dem Westen haben will, die wenigstens neutral bleiben wird, oder wird der Westen so weit in die Ukraine vordringen, dass der Weten (NATO) nur 100 Kilometer von Stalingrad und 500 Kilometer von Moskau entfernt sein wird. Für Russland stellt der Status der Ukraine eine existenzielle Frage dar. Und die Russen können bei dieser Frage nicht einfach so weg gehen, los lassen.

Für die USA gilt, wenn Russland sich an der Ukraine weiterhin hängt, wir werden Russland stoppen. Deswegen starten die USA solche Maßnahmen wie … [Aufbau eines „Sicherheitsgürtels“ von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer zwischen Deutschland und Russland, siehe das Video!].Die Sache, worauf wir keine Antwort parat haben, ist die Frage, was wird Deutschland in dieser Situation unternehmen. Die reale unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen, wenn die USA diesen Sicherheitsgürtel aufbauen, nicht in der Ukraine, sondern zu dem Westen… – wir wissen nicht wie die deutsche Haltung ausfallen wird… Die Deutschen wissen selbst nicht, was sie tun sollen…

Für die Vereinigten Staaten ist das Hauptziel, das … deutsches Kapital und deutsche Technologien, und die russischen Rohstoff-Ressourcen und die russische Arbeitskraft sich zu einer einzigartigen Kombination verbinden, die die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern versuchen.

Nur wer mir eine Antwort darauf geben kann, was die Deutschen in dieser Situation tun werden, der kann mir auch sagen, wie die nächsten 20 Jahre Geschichte aussehen werden.

Wenn es so ist wie Friedman es darstellt, warum nutzt dann Deutschland nicht sein großes strategisches Potential? Auch wegen der Chance für eine friedliche Lösung, für einen Frieden mit Russland?

Ein wichtiger Nachtrag

Ein hochinteressantes Interview mit Willi Wimmer, Albrecht Müller und Daniele Glaser zur Rede von George Friedman sollte man sehr aufmerksam anhören.

Es sind Sätze wie diese, die uns auf unserer Sonntags- (oder richtiger: Vor-Friedhofs-) Ruhe aufschrecken müssen, wenn es nicht schon die Friedman-Rede selbst bewirkt hat:

  • „Die Eskalation ist gewollt… Die Gewaltspirale ist geplant… Es sind Menschen, sehr gebildete Menschen in den USA und an anderen Orten, die an der Gewaltspirale drehen…“.
  • „Geht es nach STRATFOR, schießen übermorgen schon wieder Deutsche auf Russische Soldaten“
  • „Seit gut 2 Jahren schieben die USA einen Krieg in der Ukraine an, der Russland als eigentlichen Gegner im Visier hat“.

Russland ist gemeint

Die Ukraine wird immer mehr destabilisiert, aber Russland ist gemeint. Vier interessante Beiträge zu diesem Thema.

1. Brzezinski, der Mann hinter dem Ukraine-Konflikt

Unter dem Titel „Russland: Zbigniew Brzezinski, der Mann hinter dem Ukraine-Konflikt?“ veröffentlichte Michael Lehner bereits am 05. Feb. 2015 auf neopresse.com einen sehr informativen Artikel.

2. Ein offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel

Am gleichen Tag wie der Brzezinski-Artikel erschien auch ein offener Brief von Stalingrad-Veteranen an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Haben Sie in den Medien davon erfahren?

3. Wem nützt der Mord an Boris Nemzow?

Sasche313 betrachtet den Sachverhalt auf seinem Blog sehr ernsthaft und detailliert.

4. Noch einmal Brzeziński

Ardshil Turner (Kanada) berichtet: Entsprechend meiner Bitte hat der Präsident  des Zentrums für politische Vorschau und Analyse (The centre of political forecasting and analysis), einer analytischen NGO-Struktur, ein Analogon und Konkurrent der bekannten amerikanischen Gesellschaft „RAND Corporation“, Zbigniew Brzeziński, das Ereignis kommentiert. In diesem Interview ist Brzeziński erstaunlich offenherzig.

Mehr und effizientere Waffen für Kiew?!

Ausländische Waffen für die Ukraine? Bekommt sie schon:

Manchmal ist die Realität absurder, als man sie sich jemals ausdenken kann. Stellt Euch vor, die britische Armee hat gebrauchte gepanzerte Fahrzeuge an Kiew über eine dritte Partei verkauft, mit der Absicht, dem Regime damit im Krieg gegen die Ostukraine zu helfen…. Das Absurde ist, die bereits gelieferten britischen Militärfahrzeuge werden nicht von der ukrainischen Armee eingesetzt, sondern stehen bereits zum Verkauf durch eine Privatfirma in Kiew. Das heisst, die britische Militärhilfe wird vom Regime zu Geld gemacht.

Braucht sie auch – zumindest nach westlicher Logik unter Beachtung der aktuellen Gegebenheiten:

Die Niederlage der pro-amerikanischen Armee (so beschreibt CNN die ukrainischen Streitkräfte) im Kessel von Debalzewe, ist eine verheerende Niederlage für die Militärführung der Ukraine… 90 Prozent der Munition und Waffen wurden zurückgelassen, wie auch viele Tote und Verletzte, so panikartig sind die ukrainischen Soldaten geflüchtet. Damit ist geklärt, woher die Kämpfer von Neurussland ihren Nachschub herbekommen, direkt von der Gegenseite, einschliesslich neuestes amerikanisches Militärgerät, welches Washington an Kiew geliefert hat…

Die neueste Meldung lautet, das Regime will alle grösseren Fahrzeuge beschlagnahmen, wie SUVs und Minivans, alles was militärisch genutzt werden kann. Passt zur generellen Mobilmachung. Auch da, wer sich weigert die Fahrzeuge herauszurücken oder sie versteckt, kann im Gefängnis landen. Ausführen tut das Regime diese Beschlagnahmung erst in den östlichen Gebieten, nahe an der Front. …

Ganz aktuell wurde ein neues Mediengesetzt verabschiedet und der Präsident hat jetzt die Macht, jedes Medium, ob TV, Radio oder Zeitung, abschalten zu können, das nicht die offiziellen Nachrichten und damit Lügen bringt. Wer die Wahrheit über die Situation in der Ukraine berichtet, ist ein Staatsfeind und Verräter und wird mundtot gemacht. Die Nazis in Kiew kopieren die gleichen Methoden wie ihre Vorbilder aus dem III. Reich!
Die totale Mobilisierung wurde ausgerufen und ist in Aktion. Alle Männer zwischen 20 und 60 müssen in den Kriegsdienst. Auch Frauen gewisser militärisch nutzbarer Berufsgruppen müssen ins Militär. Wer sich weigert in die Armee zu gehen, landet ebenfalls im Gefängnis. ..

Und ausländisches „Personal“ bekommt das Kiewer Milität natürlich auch berichtet rtdeutsch:

Der britische Premier David Cameron hat bekannt gegeben, dass Großbritannien militärisches Personal für Infanterieausbildung, logistische, medizinische und Aufklärungstätigkeiten in die Ukraine entsenden wird. Diese sollten, so der Premier weiter, „der Ukraine helfen, ihre taktischen Vorteile zu verbessern“.

Sogar der „Spiegel“ wird nachdenklich:

nun hat Präsident Poroschenko eine Waffenmesse in Abu Dhabi besucht. Besonderes Interesse zeigten die Ukrainer an Panzerwagen und Präzisionsgeschossen…

„Die Araber haben, anders als Europäer und Amerikaner, keine Angst vor Putins Drohungen, im Fall von Waffenlieferungen an die Ukraine einen dritten Weltkrieg zu entfesseln“, so Anton Geraschenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums… In Abu Dhabi wurde deutlich, welche Militärtechnik die Ukrainer favorisieren: Panzerwagen für Infanterie-Einheiten, Aufklärungsdrohnen sowie Geschosse mit sehr hoher Präzision. Poroschenkos Begleiter Geraschenko postete auf Facebook entsprechende Fotos.

Sein besonderes Augenmerk galt dabei dem Artilleriegeschoss „Excalibur“ des US-amerikanischen Konzerns Raython. Es kann Ziele auf 50 Kilometer Distanz mit einer Genauigkeit von zwei Metern Abweichung treffen. Damit könnte man „zum Beispiel den Anführer der Volksrepublik Donezk, Sachartschenko, und all sein Gefolge zu ihren Vorvätern befördern“, schrieb Geraschenko auf Facebook…

Mit noch mehr und neueren Waffen könnten die ukrainischen Krieger natürlich auch „besser“ gegen die Zivielbevölkkerung vorgehen. Den Iststand dokumentiert u.a. cooptv.wordpress.com:

Kiews Kriegsverbrechen in Debaltsewo, Ukraine 20.2.15 – Russisches Fernsehen