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Im Schatten der Mauerfall-Feiern

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Im Schatten der euphorischen Mauerfall-Feiern und Unrechtsstaat-Bekundungen selbst durch die „führenden Genossen“ der LINKEN gehen solche Meldungen (gewollt?) unter:

„Kiew. Eine Kolonne von 32 Panzern ist nach Angaben aus Kiew am Freitag von Russland aus in die Ukraine eingedrungen. Das erklärte der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko. Auch 30 Lastwagen mit Kämpfern, 16 Haubitzen sowie weiteres militärisches Material überquerten demnach die Grenze zu der von prorussischen Separatisten kontrollierten Region Lugansk. Die Kolonne bewege sich auf die Stadt Krasny Lutsch zu. An dem von den Rebellen kontrollierten Grenzübergang Iswarine in derselben Region sei zudem eine weitere Kolonne mit Lastwagen und drei mobilen Radarstationen eingedrungen“.(http://www.neues-deutschland.de/artikel/951615.russische-panzerkolonne-dringt-angeblich-in-die-ukraine-ein.html)

Berlin. Die NATO erwägt in den Grenzregionen zu Russland und zur Ukraine Manöver mit mehreren Zehntausend Soldaten durchzuführen. »Wir haben bisher Großmanöver von 25.000 bis 40.000 Mann nur in den westlichen NATO-Ländern durchgeführt. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das in Zukunft auch in Osteuropa und im Baltikum machen«, sagte der deutsche NATO-General Hans-Lothar Domröse der Tageszeitung »Die Welt«. Details nannte er nach Angaben des Blattes allerdings nicht.

“ Die NATO verstärkt Standorte und baut eine schnelle und schlagkräftige »Speerspitze« der Schnellen Eingreiftruppe (NATO Response Force) auf. Die russischen Streitkräfte flogen westlichen Angaben zufolge zuletzt »außergewöhnlich umfangreiche Manöver« über den europäischen Meeren.

Nach den Worten Domröses soll die »Speerspitze« nun größer werden als bisher bekannt. »Wir werden eine Schnelle Eingreiftruppe der NATO aufbauen, die aus etwa 5.000 bis 7.000 Mann besteht und die innerhalb von zwei bis fünf Tagen im Einsatzgebiet sein kann«, sagte er. Bislang wurde eine Zahl von 3.000 bis 5.000 Soldaten genannt. »Wenn alles planmäßig verläuft, kann die Schnelle Eingreiftruppe bis Ende 2015 einsatzbereit sein.«“.

Heute, am GROSSEN MAUERFALL-FEIERTAG, fand vor dem Bundeskanzleramt eine bemerkenswerte Demo statt:

Die Themen dieser Demo:

  • Frieden mit Russland und der Welt!
  • Schluss mit Kriegs-Propaganda und Aufrüstung!
  • Für ein friedliches Europa souveräner Völker!
  • Stop des ESM-Vertrages!
  • Stop von TTIP & TISA!
  • Für ein gerechtes Finanzsystem!
  • Frieden mit der Natur! Nein zu Gen-Food und Fracking!

Hängt ja auch alles miteinander zusammen. Die Veranstalter stellten daher das Ganze unter das Brecht-Gedicht „Erst soll Frieden sein“:

Sage keiner:

Erst müssen wir darüber sprechen,

was für ein Friede es sein soll.

Sage jeder: Erst soll es Friede sein.

Dulden wir keine Ausflucht,

scheuen wir nicht den Vorwurf, primitiv zu sein.

Seien wir einfach für den Frieden!

Diffamieren wir alle Regierungen,

die den Krieg nicht diffamieren!

Diese Verszeilen mailte ich einem besonders linken Genossen, der zuvor mal befand, man müsse erst einmal klären, um „was für einen Frieden“ es ginge. Seine Antwort war und ist für mich beunruhigend: „… in einer abstrakten Welt, einer Welt im Labor, einer Welt ohne Klassen und Klasseninteressen etc., oder wegen meiner im Freundes- oder familiären Kreis, wo sich zwei oder mehr bekriegen, mag der Ruf nach Frieden seine Wirkung zeigen… Nicht aber in der Welt, in der wir leben… mein Eindruck ist, dass du zu sehr ausblendest, in was für einer realen Welt wir leben… .Als Sozialist halte ich es daher mit Lenin, Frieden durch Sozialismus.

Also wenn dies besonders links ist, dann bin ich es lieber nicht. In dieser realen Welt geht es jeden Tag kriegerischer zu, wächst die Gefahr eines dritten, wahrscheinlich atomaren Weltkrieges, und da soll ich nicht zusammen mit den anderen hellwachen Friedensaktivisten nach Frieden rufen? Soll erst auf den Sozialismus waren? Nein, ich engagiere mich doch lieber mit meinen bescheidenen Kräften für den Frieden, auch mit und auf dieser Webseite. Jetzt!!.

Ja wann denn sonst???

Update 10.11.14: Heute meldet die „junge Welt„, dass die ukrainischen Truppen Wohngebiete in  Donezk mit Brandbomben angreifen. Aber das reicht offenbar nicht zum Schüren der Kriegsgefahren:

„Die NATO begann laut RIA Nowosti am Wochenende in Estland die Stabsübung »Trident Juncture«. Laut dem Szenario verhängt Estland nach einem Angriff eines »großen feindlichen Landes« den Kriegszustand, wie das Verteidigungsministerium in Tallinn am Sonntag mitteilte. Die NATO schickt daraufhin laut Drehbuch eine schnelle Eingreiftruppe in den baltischen Staat, um die feindlichen Kräfte zurückzuwerfen. An der Übung, die am 17. November zu Ende gehen soll, nehmen rund 1.500 Soldaten und zivile Spezialisten aus 20 NATO-Staaten teil“ (ebenda).

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