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Archiv für den Monat Oktober 2014

Angst vor dem („faulen“) Frieden

Nachdem das „Lustrations“-Gesetz in Kraft gesetzt wurde , kann nun gewählt werden.

Obwohl die Weichen für das Wahlergebnis schon lange und eindeutig gestellt wurden, machen sich einige Sorgen:

Der Milliardär George Soros … fordert, dass der IWF sofort 20 Milliarden Dollar in die Ukraine pumpen solle. Wenn sich Poroschenko und Putin nämlich nach der Wahl am Sonntag verständigen, drohen einigen US-Spekulanten bei einem Schuldenschnitt der Ukraine massive Verluste.

Soros:

Gleichermaßen verstörend ist die Entschlossenheit der internationalen Regierungen, neue Finanzzusagen an die Ukraine bis nach den Parlamentswahlen am 26. Oktober zurückzuhalten…

Inzwischen üben die Geber in Europa und den Vereinigten Staaten Druck aus, um die Inhaber ukrainischer Staatsanleihen an Rettungsmaßnahmen zu beteiligen. Dies bedeutet, die Anleihegläubiger müssten als Voraussetzung für weitere Unterstützung seitens der Regierungen dieser Länder Verluste in Bezug auf ihre Kredite akzeptieren, bevor durch die Vergabe weiterer Kredite an die ukrainische Regierung zusätzliches Geld der Steuerzahler riskiert wird.

Dies wäre ein ungeheuerlicher Fehler.

Allerdings. Wo kämen wir denn da hin, wenn Steuergelder nicht verschleudert würden, um Spekulanten zu retten?!

Deutsche-wirtschafts-nachrichten schließt mit den Worten: „Es wäre natürlich lustig, wenn ausnahmsweise mal die Wall Street für Washington zahlen muss, anstatt umgekehrt.“

Träumen kann man ja, zahlen aber muss man letztendlich – als Steuerzahler. Wann fangen wir uns an zu wehren?

ARD – Verfälschen der Redebeiträge des deutschen und des russischen Außenministers vor der UN-Vollversammlung

Die „Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.“ hat  beim ARD formal Beschwerde wegen des Verfälschens der Redebeiträge des deutschen und des russischen Außenministers vor der UN-Vollversammlung, durch den Korrespondenten des ARD-Studios in New York, Markus Schmidt, eingelegt.

In dieser Programmbeschwerde heißt es u.a.:

„Sowohl in den Tagesthemen vom 27. September 2014 (22:45 Uhr), als auch in der Tagesschau vom 28. September 2014 (8:30 Uhr) wurden die Redebeiträge des deutschen und des russischen Außenministers vor der UN-Vollversammlung, durch den Kommentator Markus Schmidt, eklatant verfälscht.“

Die „Ständige Publikumskonferenz…“ fasst am Ende ihrer Beschwerde zusammen:

Die … Verfälschung von Reden zweier hochrangiger Diplomaten vor der UN-Vollversammlung ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Diese beispiellose Manipulierung des Zuschauers ist ein schwerer Verstoß gegen die journalistische Ethik. Dass dieses zudem in einem öffentlich-rechtlichen Sender erfolgt ist, wiegt besonders schwer.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Es lohnt sich, die Programmbeschwerde in ihrem vollen Wortlaut zu lesen.