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Die alltägliche Russlandhetze

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Was bleibt auf diesem Blog noch anzumerken? Wer lesen will und denken kann, findet in den noch lesenswerten Medien genügend Informationen und Kommentare. Im Fernsehen sieht das schon anders aus, vor allem im sogenannten „Öffentlich-Rechtlichen“. Hierzu ein fast schon klassisches Beispiel:

Die „Ostsee-Zeitung“ berichtete am 3. September 2014 u.a.:

„Nach fast sechsmonatigen Kämpfen im Konfliktgebiet Ostukraine hat sich Präsident Petro Poroschenko in Kiew überraschend zu einer Waffenruhe bereit erklärt… In einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin habe er Schritte für eine Waffenruhe erörtert, sagte Poroschenko. Dabei sei ein „Regime der Feuerpause“ vereinbart worden. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass es bei dem Gespräch eine „bedeutende Annäherung“ gegeben habe. Er betonte allerdings, dass es keine Vereinbarung zwischen Moskau und Kiew über eine Feuerpause gebe. Russland könne eine Waffenruhe nicht aushandeln, weil es keine Konfliktpartei sei… Um den Waffenstillstand hatte es stundenlange Verwirrung gegeben. Zunächst hatte der Kreml mitgeteilt, dass Putin und Poroschenko bei ihrem Gespräch über einen Ausweg aus der Krise beraten hätten. Details wurden nicht genannt. Wenig später überraschte Poroschenko mit der Mitteilung, er habe mit Putin „eine dauerhafte Waffenruhe“ vereinbart.

Nach dem Dementi aus Moskau milderte Kiew seine Mitteilung unkommentiert ab. Das Präsidialamt strich den Zusatz „dauerhaft“ und informierte nur noch über ein vereinbartes „Regime der Feuerpause“, wie wenig später auf der Internetseite der Behörde zu lesen war. Die Änderung auf der Webseite wurde nicht kenntlich gemacht, und die Uhrzeit der Veröffentlichung blieb unverändert. Der Deutschen Presse-Agentur lagen beide Varianten vor…“

Das ist eine nachvollziehbare Information, einschließlich der etwas verwirrenden Varianten aus Kiew. Doch was vermeldet das „Erste“ in seinen Abendnachrichten? Die Ukraine habe eine „dauerhafte Feuerpause“ verkündet, Moskau hingegen habe umgehend dementiert… Kein Wort zu den beiden Varianten. Vor allem: Kein Wort zur Begründung des Moskauer Dementis! So muss der Zuschauer der Tagesschau annehmen, Russland lehne die von der Ukraine verkündete Feuerpause ab. Was natürlich falsch ist.  Hören und sehen Sie selbst: http://mediathek.daserste.de/tv/Tagesschau/tagesschau-20-00-Uhr/Das-Erste/Video?documentId=23286082&topRessort=tv&bcastId=4326   Die beste Lüge bleibt eben eine gezielt verkürzte Wahrheit.

Russlandhetze wie üblich, ungeachtet der Jahrestage zum 1. und 2. Weltkrieg. Und wir zahlen dafür!

 

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1 Kommentar

  1. Friedensfreund sagt:

    Offener Brief der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE an die heute-Redaktion des ZDF und andere, der ukrainischen Putschregierung wohlgesonnene Journalistinnen und Journalisten

    Seien Sie einfach nur politisch korrekt!

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am 8. September 2014 war in der ZDF-heute-Sendung um 19:00 Uhr Ungeheuerliches zu sehen: Angehörige des ukrainischen Freiwilligenbataillons Asow mit SS-Runen bzw. einem Hakenkreuz an ihren Stahlhelmen. Kommentar: »Freiwilligenbataillone aus nahezu jedem politischen Spektrum verstärken etwa die Regierungsseite.«

    Wir haben es zu keinem Zeitpunkt für russische Propaganda gehalten, dass die Kiewer Putschregierung wesentlich durch Faschisten an die Macht gekommen ist und sich derer ebenso bedient, wie die ukrainischen Faschisten sich der mit ihresgleichen durchsetzten Regierung bedienen. Gegebenenfalls droht der Rechte Sektor mit einem Marsch auf Kiew, während die Kommunistische Partei der Ukraine verboten werden soll und Jüdinnen und Juden das Land verstärkt verlassen.

    Es ist ein unerhörter Skandal, ja es grenzt an ein politisches Verbrechen, dass in vielen einflussreichen deutschen Medien die rechtsradikale und faschistische Unterstützung der sogenannten Antiterroroffensive der Kiewer Putschregierung so gut wie nicht problematisiert wird.

    Die da im Namen Banderas »Ruhm der Ukraine. Ehre der Ukraine.« brüllen, und mordend durch die Lande ziehen, sind die politischen Enkel und Urenkel jener ukrainischen Faschisten, die mit den deutschen Okkupanten gemeinsame Sache machten und sich als Judenschlächter hervortaten – auch in Babi Jar.

    Und manche der Söhne, Enkel und Urenkel jener Okkupanten verbreiten heute abgrundtiefen Hass gegen Russland und behandeln den Rechten Sektor bestenfalls wie ein Kavaliersdelikt. Und die deutsche Regierung verhält sich kaum besser.

    Es geht, wie stets in der Politik, um Interessen. Natürlich auch um russische. Glaubt man so manchem Journalisten, so sind die russischen Interessen per se illegitim und dem Westen geht es nur um das Wohlergehen des ukrainischen Volkes. Ohnehin haben die NATO und insonderheit die USA nie etwas anderes im Sinn, als das Wohlergehen der Menschheit. Zu dieser Sichtweise wollen wir uns hier jedoch nicht weiter äußern.

    Uns geht es mit diesem Offenen Brief nur um eines: Problematisieren Sie die faschistische Gefahr in der Ukraine. Schreien Sie auf, wenn da welche mit SS-Runen und Hakenkreuzen an ihren Stahlhelmen Bürgerkriegspartei sind. Seien Sie einfach nur politisch korrekt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Bundessprecherrat der KPF

    Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE, Karl-Liebknecht-Haus, 10178 Berlin, Germany
    mailto:kpf@die-linke.de; http://www.die-linke.de/kpf/

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