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Unser letzter Friedenssommer?

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Es gibt eine russische Analyse, die einem die Kehle zuschnürt:

  • Ein Teil , der sich im mit dem US-amerikanischen Einfluss in der Ukraine befasst (synchron ins Deutsche übersetzt, publiziert am 19.6.14)
  • Ein anderer Teil, der die Gefahr eines Angriffs der Ukraine auf Russland beschreibt (im Originalton mit deutschem Untertext, original vom 10.6., veröffentlicht am 18.6.).

Sergei Glazjev, der als Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten vorgestellt wird, beschreibt u.a. die stete Aufrüstung der Ukraine. Im Dezember 2013 waren es „nur“ 2000 bewaffnete Nazis, im Februar schon 20.000, im Mai insgesamt 50.000 Bewaffnete. Nach den Mobilisierungsplänen Kiews werden im Sommer 100.000, im September 200.000 und zum Jahresende 500.000 Mann unter Waffen stehen. Gleichzeitig erfolgt eine sehr intensive Raktivierung der Waffentechnik. Ziel ist die Rückeroberung der Krim. Offen dazu aufgefordert wurde Kiew u.a. von der US-amerikanischen Vize-Außenministerin.

Die Schlußfolgerung von Glazjev: „Wir können diesem Krieg nicht entweichen„. Die entsprechenden „Lösung“ muss sich jeder selbst anhören: „In einem halben Jahr wird es diese Möglichkeit nicht mehr geben“.

So oder so – es läuft wohl darauf hinaus, das dies unser letzter Friedenssommer ist.

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2 Kommentare

  1. Eberhard Fensch sagt:

    Durchsichtiges Propagandamanöver

    Entgegen allen Versprechungen rückt die NATO mit ihren Truppen immer näher an die russische Grenze heran. Obendrein verlangt US- Präsident Barack Obama vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, er solle seine Streitkräfte von eben dieser Grenze abziehen, so als hätte er zu bestimmen, wo Russland seine Truppen, noch dazu auf eigenem Territorium, stationiert. Dazu die Drohung, andernfalls werde es weitere Sanktionen gegen Russland geben.

    Man stelle sich vor, Putin würde von den Vereinigten Staaten Ähnliches verlangen, die unzähligen Truppen abzuziehen, die rund um den ganzen Erdball auf fremden Territorien stationiert sind … Aber offenbar braucht Obama sein durchsichtiges Propagandamanöver, das unverkennbar dem Zweck dient, Putin für die Misere in der Ukraine verantwortlich zu machen, um im eigenen Land den starken Mann spielen zu können.

    Eberhard Fensch, Usedom in „neues deutschland“ vom 28.6.2014

  2. Friedensfreund sagt:

    Unter dem Titel „EU schafft Grundlagen zum Militär-Einsatz gegen Bürger“ berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten Unglaubliches. Die beschlossene „Solidaritätsklausel“ richtet sich bei näherer Betrachtung nicht nur gegen die Bürger, sondern erscheint wie maßgeschneidert gegen Russland:

    „Die EU hat eine sogenannte „Solidaritätsklausel“ verabschiedet. Im Fall von Katastrophen oder Terroranschlägen in Mitgliedsstaaten tritt künftig der Bündnisfall ein. Brüssel schafft so den juristischen Rahmen für den europaweiten Einsatz von Polizei- und Militäreinheiten.

    Die gestrige Verabschiedung im Rat für Allgemeine Angelegenheiten geschah im Verborgenen: Der Punkt tauchte nicht in der Tagesordnung des Treffens auf. Die Presse war nicht informiert. Jedoch handelt es sich um eine der umstrittensten Regelungen der EU-Verträge.

    Die „Solidaritätsklausel“ kann ein Staat geltend machen, wenn eine Krise seine „Bewältigungskapazitäten eindeutig übersteigt“, wie aus einer Stellungnahme des EU-Rats hervorgeht.  Die EU-Staaten müssen dann „alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente“ mobilisieren. Die Rede ist von „operativen, politischen oder finanziellen Instrumenten und Strukturen“. Hierzu gehören auch polizeiliche und militärische Maßnahmen.

    Zu den möglichen Anwendungsgebieten gehören „Landfläche, Binnengewässer, Hoheitsgewässer und Luftraum“ der betreffenden Länder. Es sind aber auch Krisen und Katastrophen erfasst, wenn diese ihren Ursprung „außerhalb des Gebiets der Mitgliedstaaten haben“.
    Ausdrücklich wird auf Krisen Bezug genommen, deren Anlass ‚außerhalb der EU‘ zu suchen sei.“

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 28.6.2014 – sollte man vollständig lesen:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/28/eu-schafft-grundlagen-zum-militaer-einsatz-gegen-die-buerger/

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