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Drei Analyen und eine ungute Ahnung…

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1. Ukraine bankrott – Der IWF übernimmt beim Nachbarn Rußlands das Kommando

Hannes Hofbauer (* 1955 in Wien, ein österreichischer Historiker, Journalist und Verleger der seit 1988 er zur sozialen und ökonomischen Lage in Osteuropa arbeitet [Wikipedia]) schreibt in seiner sehr faktenbasierten Darstellung einleitend:

„In Griechenland, Zypern, Irland und Spanien hätte kein einziger blauer Fetzen mit goldenen Sternchen länger als ein paar Minuten an einem öffentlichen Platz gehangen, ohne daß Empörte das Symbol wirtschaftlicher und sozialer Zwangsmaßnahmen umgehend entfernt hätten. Und auch in Italien war es zu dieser Zeit nur an wenigen Orten möglich, ungestört mit der EU-Fahne durch die Straßen zu ziehen.

Welcher Teufel ritt die ukrainischen Demonstranten auf dem Kiewer Maidan, im Spätherbst 2013 das Brüsseler Blau mit Sternenkranz zu hissen? Vielleicht die verzweifelte Hoffnung auf finanziellen Zuschuß und logistischer Hilfe von außen? In gewisser Weise wiederholte sich das, was neun Jahre zuvor die sogenannte orange Revolution ausgemacht hatte. Damals konnte sich der Autor selbst ein Bild von den Strippenziehern der Protestcamps machen: In der von dem US-Milliardär George Soros 1990 in der Ukraine gegründeten und finanziell bestens ausgestatteten Renaissance-Stiftung plauderte z.B. ein ehemaliger Bankfilialleiter, mittlerweile zum Koordinator der Revolte avanciert, aus dem Nähkästchen. Über Monate wurden zig Widerstandsseminare im ganzen Land organisiert, junge Menschen von Ausbildern der serbischen Organisation »Otpor!« trainiert, die stolz darauf waren, zuvor in Jugoslawien den Sturz des Präsidenten Slobodan Milosevic mitbetrieben zu haben. Bezahlt wurde das Ganze außer von Soros auch von der britischen Westminister-Stiftung, patronisiert vom damaligen englischen Premier Anthony Blair. Geld, Handys und Propagandamaterial nahmen die Aktivisten gleich nach Seminarschluß mit.

Vor dem Euromaidan 2013 hat sich die Renaissance-Stiftung dann verstärkt mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung koordiniert. Die Aufarbeitung des Beziehungsgeflechts zwischen den Unzufriedenen auf dem Maidan, den neofaschistischen Stoßtrupps von »Swoboda« und dem »Rechten Sektor« sowie ihren Unterstützern aus dem Westen steht noch aus…“

Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen!

Eine Ergänzung findet sich hier: Wer soll für die Ukraine 2.0 bezahlen?

2. Rainer Rupp: Die us-amerikanische Strategie

„Die USA wollen die Ukraine zu einem permanenten Krisengebiet unterhalb der Kriegsschwelle verwandeln“: Rupp gibt eine sehr eingehende und überzeugende Analyse, nachdem er einleitend bemerkt:

„Inzwischen hat der »Jahrmarkt der Heuchelei« – wie Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die westlichen Beschuldigungen bezeichnet – Massenmorde an Zivilisten in der Ostukraine zur Folge. Die westlichen Moralapostel bleiben ungerührt. Ihre freudige Zustimmung zum Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen, Kampfhubschraubern und -flugzeugen durch die prowestliche Putschregierung gegen friedliche Ansammlungen unbewaffneter Zivilisten sagt alles, ebenso ihr eisiges Schweigen zum Massenmord in Odessa, wo die neofaschistischen Täter die Freunde des Westens und die verbrannten und totgeschlagenen Opfer nur »prorussische Separatisten« sind (siehe jW-Schwerpunkt vom 5.5.2014).

Genug mit diesem Theater! Wie sieht es hinter den Kulissen aus? Welche strategischen Interessen haben die Hauptakteure dieses Konflikts?“

Rupps Analyse beruht zu wesentlichen Teilen auf Stratfor-Lageberichten und kann so Bemerkenswertes berichten, u.a.:

  • Russland muss bestraft werden, wegen seiner Syrienpolitik, wegen seiner Beteiligung an der Schwächung des Dollars als Weltwährung: „Washington dank der von der EU mitinitiierten Destabilisierung der Ukraine eine ideale Gelegenheit gefunden, Rußland zu bestrafen und darüber hinaus auch langfristig vor der Haustür des Landes einen Krisenherd zu unterhalten, den die US-Administration nach Belieben befeuern kann, falls sich Moskau in anderen Teilen der Welt ihren Plänen querstellen sollte.“
  • Es gibt in den USA offenbar Pläne für eine neue Allianz, die die alte NATO ablösen/ersetzen soll: „Unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Auffassungen von Rußland und andere Sorgen. Für sie wäre eine Wiederholung des Kalten Krieges, selbst angesichts der russischen Aktionen in der Ukraine, viel schlimmer als eine Anpassung an Rußland. Darüber hinaus hat das Ende des Kalten Krieges zu einem massiven Rückgang der militärischen Kräfte in Europa geführt. Ohne eine massive und schnelle Aufrüstung fehlt der NATO einfach die Kraft. Wegen der Finanzkrise und aus anderen Gründen wird es jedoch zu keiner Aufrüstung kommen. Außerdem erfordert die NATO Einstimmigkeit im Handeln, und diese ist einfach nicht mehr da.«Die Staaten entlang der russischen West- und Südgrenze dagegen haben laut Stratfor »ein primäres Interesse, sich russischen Machtansprüchen zu widersetzen«. Dagegen sei der »Rest Europas nicht in Gefahr«, und diese Länder seien auch »nicht bereit, finanzielle und militärische Opfer für die Lösung eines Problems zu bringen, von dem sie glauben, daß man ohne Risiko damit leben könne. Deshalb müsse jede amerikanische Strategie zur Schaffung neuer Strukturen an der russischen Peripherie »die NATO umgehen«. In dieser Region müsse eine neue, von den USA geführte Allianz entstehen, deren Mitglieder – im Unterschied zur NATO – »kein Vetorecht haben«.
  • „Die »Klitschko-Initiative« Berlins in der Ukraine, die den Unmut Rußlands herausforderte, [sei] einfach »verblüffend« gewesen. Sinn mache das Ganze erst, wenn die bereits erwähnte Erklärung von Gauck, Steinmeier und von der Leyen bei der Münchener »Sicherheitskonferenz« über eine stärkere und selbstbewußtere Rolle Deutschlands in der Welt ganz anders gemeint war, als sie gemeinhin interpretiert wurde.»Gehört zu dem neuen Selbstbewußtsein der Deutschen etwa, daß sie jetzt planen, die Bemühungen der USA zu konterkarieren?« fragt der Stratfor-Chef. Mit anderen Worten: Wollten Berlin und die EU den US-Plänen in der Ukraine zuvorkommen und die von Washington geschürte und bezahlte Revolte durch eine einvernehmliche Lösung mit Rußland beenden? Die verächtliche Art, mit der die US-Staatssekretärin Nuland in ihrem Handygespräch den deutschen Präsidentschaftskandidaten für Kiew beiseite geschoben hat, deutet auf keine kooperative, wohl aber auf eine angespannte Konkurrenzsituation zwischen Berlin und Washington hin.Inzwischen ist es Washington gelungen, die Rolle Deutschlands und der EU in der Ukraine zu marginalisieren…“

Es lohnt, den ganzen Artikel zu lesen!

3. Das Geschehen in der Ukraine: Nur ein Ablenkungsmanöver auf dem Weg zur Weltwährung?

Es liest sich wie eine Verschwörungstheorie und beruht doch auf Fakten, die wir alle kennen. Der Text ist eine äußerst lesenswerte Teilübersetzung des Artikel False East/West Paradigm Hides The Rise Of Global Currency von Brandon Smith auf www.alt-market.com).

Wenn man an die Geheimverhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) denkt, das die nationalen Regierungen weitgehend entmachten wird (die Verbraucher ohnehin), dann erscheinen die Überlegungen von Brandon Smith sehr glaubwürdig. Hier nachlesen! Und neben dem TTIP gibt es nun auch noch TISA!

4. Bankster demnächst auch im Weltall?

Ein möglicher Blick in die Zukunft

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