Startseite » Allgemein » Odessa

Odessa

Beginne hier

Das „neue deutschland“ berichtet heute:

„In der Hafenstadt waren am Freitagabend mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Der Großteil von ihnen starb als Unterstützer der Kiewer Übergangsregierung Jagd auf prorussische Demonstranten machten. Nachdem unter anderem nationalistische Fußballfans und Angehörige des »Rechten Sektors« ein Protestlager verwüstet hatten, flüchteten sich hunderte prorussische Demonstranten in ein Gewerkschaftsgebäude. Die Angreifer steckten es anschließend in Brand. Mindestens 38 Menschen erstickten, verbrannten oder stürzten, beim Versuch aus dem brennenden Gebäude zu fliehen, zu Tode. Auch sollen Polizisten lange Zeit die Angriffe nicht unterbunden und stattdessen aus dem Haus Fliehende verhaftet haben.“

Gleichzeitig erhielt ich eine Mail von freeman, die ich hier ungekürzt einstelle, weil in der Kommentarfunktion wohl keine Bilder möglich sind:

Timoschenko – Das Massaker von Odessa ist gerechtfertigt

Sonntag, 4. Mai 2014 , von Freeman um 09:00

Spätestens seit der Veröffentlichung des abgehörten Telefongespräches zwischen Julia Timoschenko und Nestor Shufrych vom 18. März wissen wir, der „Liebling des Westen“ ist ein blutdrünstiges Monster das alles russische hasst. Damals sagte sie, sie will Präsident Putin in den Kopf schiessen, Russland mit Atombomben dem Erdboden gleichmachen und in ein verbranntes Feld verwandeln. Sie sagte „wir sollten Waffen nehmen und die verdammten Katsaps (Russen) töten, zusammen mit ihren Anführern.“ Mit dem Massaker von Odessa, bei dem 46 Menschen starben, hat sich Timoschenkos Wunsch erfüllt. Sie ist sogar hergegangen und hat die Verbrennung von Menschen gerechtfertigt, als „Schutz administrativer Gebäude“ und den Überfall der Nazi-Schergen auf das Anti-Maidan-Lager als „friedliche Demonstration“ bezeichnet.

Folgende Fotos zeigen die Brandopfer, so wie sie tot im ausgebrannten Gewerkschaftsgebäude gefunden wurden. Wo ist der Aufschrei und die Verurteilung des Westens jetzt?

odesssa-bilder


Am Freitagabend hatten die Radikalen aus dem sogenannten Rechten Sektor einige Dutzend Anhänger der Föderalisierung in der Ukraine im Gewerkschaftshaus von Odessa blockiert und mit Molotow-Cocktails beworfen. Rund 40 Menschen starben in den Flammen oder beim Sprung aus dem Gebäude. Insgesamt kamen bei den Ausschreitungen in Odessa 46 Menschen ums Leben.

Julia Timoschenko äusserte kein Wort des Bedauerns, keine versöhnlichen Töne um die Lage zu beruhigen, sondern rechtfertigte das Massaker, stellte die Ereignisse völlig falsch dar und hetzt weiter gegen die Gegner des Regimes.

In Odessa konnten wir durchhalten und uns verteidigen, weil Stadtbewohner uns halfen, als eine friedliche proukrainische Demonstration überfallen worden war. Wir konnten auch administrative Gebäude schützen„, sagte Timoschenko am Samstag nach Angaben ihrer Vaterlandspartei. Die bei einem Brand im Gewerkschaftshaus ums Leben gekommenen friedlichen Menschen bezeichnete sie als „Angehörige von Diversionstruppen, die gekommen waren, um Einwohner von Odessa zu töten„.

Eine Person die das Ermorden von eigenen Landsleute als in Ordnung bezeichnet, kandidiert aber für die Präsidentschaft, will am 25. Mai zur Präsidentin aller Ukrainer gewählt werden. Wie können die Menschen der Ost- und Südukraine, welche das Regime in Kiew ablehnen nach dem was sie jetzt in Odessa gesehen und von Timoschenko darüber gehört haben, sie aber wählen? Unmöglich, denn sie wissen was mit ihnen passieren wird. Es gibt keinen Kandidaten den alle Ukrainer akzeptieren und das Land versöhnen kann.

Das Vorgehen des Fascho-Regimes gegen die Bevölkerung der Südost-Ukraine mit Panzern, Helikoptern und Soldaten, plus das Massaker von Odessa, zeugen laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow davon, dass die Bevölkerung der Krim richtig entschieden hat und Russland mit der Wiederangliederung der Krim einen richtigen Schritt getan und die Schwarzmeerhalbinsel vor einem Blutbad bewahrt hat.

Jetzt sehen wir, dass die Handlungen von Präsident Wladimir Putin begründet und richtig waren„, sagte Peskow am Samstag. Auch die Entscheidung der Krim-Bevölkerung, die für einen Beitritt zu Russland gestimmt hat, sei richtig und begründet gewesen. „Wenn Putin damals nicht so entschieden gehandelt hätte und wenn die Krim-Bevölkerung nicht so geschlossen für die Wiedervereinigung gestimmt hätte, hätte es jetzt offenbar auch auf der Krim solches Blutbad und solche Verbrechen geben können.

Spiegel online (zitiert im „neuen deutschland“ vom 3.5.:

 »verstörend ist die Sprache, die Behörden und Medien angesichts der Katastrophe wählen. Während in Odessa Menschen verbrannten, meldeten ukrainische Medien geradezu triumphierend, ‚Patrioten‘ hätten die ‚Separatisten zurückgeschlagen‘. Man sei dabei, sie erfolgreich ‚auszuräuchern‘.« Den Gouverneur des Gebiets, Wladimir Nemirowskij, zitiert das Onlineportal mit den Worten, um »bewaffnete Terroristen zu neutralisieren« sei das Vorgehen der Brandstifter »legal« gewesen.

Ebenda gibt es folgenden Hinweis:

In einem von Anhängern der Maidan-Bewegung ins Netz gestellten Video sind Opfer des Brandes im Gewerkschaftshaus zu sehen, die in einer Menge am Boden kriechen müssen und mit Füßen getreten werden.

Mehr zum aktuellen Geschehen:

Kiew „hält die Stellung“

CIA-Agenten beraten Kiewer Übergangsregierung

Kiews Panzer vor Slawjansk

Die schwarze Seite des Maidan

 

Advertisements

2 Kommentare

  1. Klabautermann sagt:

    Die ukrainischen Faschisten halten sich nicht mit dem Verbrennen von Büchern auf, sie verbrennen gleich Menschen.
    „Wer darauf wartete, dass der Übergangspräsident Alexander Turtschinow dazu aufruft, politische Gegner nicht zu verbrennen, hatte zu viel erhofft“ (Ulrich Heyden heute im nd).
    Warum sollte er auch? Wer den Hitlergruß zeigt, mit viel Geld aus den USA und nun auch mit reichlich Geld vom IWF aufgebaut und „belohnt“ wird, sich von CIA und FBI beraten lässt, handelt sich doch keinen Ärger mit seinen Mäzenen ein.

  2. Kain Frosch sagt:

    Jürgen Elsässer schrieb unlängst auf seiner Webseite:

    Antirussisches Pogrom und NATO-Faschisten in der Ostukraine – jetzt muss die Friedensbewegung stark und einig sein!

    Der lange erwartete Angriff der Kiewer Junta gegen die Freiheitsbewegung in der Ostukraine hat gestern begonnen: Die Kiewer Putschtruppen griffen die Stadt Slawjansk an, es gab Tote (immerhin wurden auch mindestens zwei ihrer Hubschrauber abgeschossen, Chapeau!).

    Zeitgleich ging ein ukrainisch-faschistischer Mob gegen Russlandfreunde in Odessa vor, trieb diese in das Gewerkschaftshaus und zündete es dann an. Resultat: 39 Tote!! Das nennt man ein Pogrom, Massenmord aus rassistischem Hass!

    Aber diesen Ausdruck findet man NIRGENDS in den deutschen Medien. Stattdessen heißt es verharmlosend, ein Feuer sei ausgebrochen…

    Die ukrainische Regierung lobte den Terror als “berechtigte Aktion gegen Extremisten”… Schweine! (Mehr lesen zur Eskalation auf COMPACT-Online; mein Interview mit einem Kommandanten der Volksrepublik Donetsk auf COMPACT-TV)

    Jetzt, wo die Aggression der NATO-Junta in Kiew voll entbrannt ist, muss eine starke Antwort der deutschen Friedenskräfte erfolgen. Gut, dass es die Montagsdemonstrationen gibt – Mahnwachen in etwa 40 Städten. Am nächsten Montag wird bei der zentralen Aktion in Berlin (18 Uhr, Brandenburger Tor) unter anderem die ehemalige MI6-Geheimagentin Annie Machon sprechen – eine super Frau, mutige Kritikerin der NATO und ihrer Geheimdienste.

    Deutschland muss einen antimilitaristischen Sonderweg gehen – und dadurch ein Beispiel geben, dass andere mitreisst. Wenn ein anderes Land mit diesem nationalen (aber nicht nationalistischen!) Ausscheren aus der Kriegsfront anfängt – auch gut.

    Aber das können wir nicht beeinflussen. Wir können nur in Deutschland was bewirken!

    Aber natürlich gilt: Alle am Montag zu den Mahnwachen!!

    Nicht links, nicht rechts, sondern vorn, gemeinsam für den Frieden – das ist die Devise!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

%d Bloggern gefällt das: