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Inzwischen berichten sogar Medien, die in der Regel sehr gleichgeschaltet agieren, über interessante Details. So die Ostsee-Zeitung vom 28.4.2014:

Die vier Deutschen aus dem festgehaltenen OSZE-Team gehören dem Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) aus Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen an. Das OSZE-Krisenpräventionszentrum hatte erklärt, die Gefangenen seien keine Mitglieder der diplomatischen OSZE-Beobachtermission. Es handele sich vielmehr um eine Mission unter Leitung der Bundeswehr. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) reiste nach Geilenkirchen, um sich über die Lage zu informieren…

Hier kümmern sich etwa 200 Soldaten um militärische Kontrollen und Inspektionen. Sie reisen ins Ausland, schauen sich unter dem Dach der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Militäranlagen und militärische Aktivitäten anderer Staaten an und begleiten im Gegenzug ausländische Kräfte, die sich in Deutschland umsehen. Von hier aus waren die vier Deutschen – drei Soldaten und ein Übersetzer – vor einer Woche in die Ukraine aufgebrochen, um sich auf Einladung der Übergangsregierung umzuschauen, gemeinsam mit Beobachtern anderer Staaten.

Doch ihre Mission endete abrupt. Erst jetzt werden die Details bekannt: Unter Schneiders Kommando waren die Militärinspektoren am Freitag etwa 50 Kilometer südlich von Slawjansk mit einem Bus und einem Begleitfahrzeug unterwegs. Plötzlich versperrten zwei Fahrzeuge den Weg. Acht prorussische Separatisten mit Kalaschnikows stiegen aus, umstellten das Team und nahmen die Beobachter mit nach Slawjansk. Ob die Bundeswehr-Leute in zivil oder in Uniform unterwegs waren, weiß man noch nicht.

Ihre Handys mussten die Ausländer sofort abgeben – was in Deutschland anfangs noch die Hoffnung nährte, dass das Team nur in ein Funkloch geraten sei. Am Wochenende jedoch wurden sie vor den Kameras vorgeführt. Schneider musste sogar behaupten, sie seien Ponomarjows „Gäste“.

In Berlin … hat eine Diskussion eingesetzt, was die Bundeswehr-Leute überhaupt im Osten der Ukraine zu suchen hatten. Der Verteidigungsexperte der Links-Fraktion, Alexander Neu, sagt: „Wenn man eine Eskalation vermeiden will, ist es politisch nicht klug, mit einem solchen Team dahin zu gehen. Dadurch wird die gesamte Mission der OSZE in ein schlechtes Licht gestellt.“ Dadurch bekämen auch Spionagevorwürfe Nahrung.

Noch Fragen? (Hervorhebung im OZ-Text von mir.Hg)

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